05.01.2011, 17:26 Uhr
Samuel Gawith | Squadron Leader
Die Welt der Samuel Gawith Tabake ist vielfältig, sie zeigt uns die besten Virgina Flakes, wundervolle Plugs und Twists und hervorragende Blends. In Kendal /Cumbria, dem Lake District im Nordwesten Englands, wird noch nach nahezu unveränderter Methode seit über 200 Jahren Tabak geblendet, gepreßt, geschnitten - auf alten Maschinen, die erst solche Tabake möglich machen. Einer, der eigentlich nicht so richtig in das SG Programm paßt, ist dem zum Trotz eine der besten reinen English Mixtures, (Golden Virginias, Latakia, diverse feinste Orientals), der Squadron Leader.



Alle, die wie ich , auf immer und ewig dem Balkan Sobranie 759 nachtrauen, vergleichen jede Englische Mischung aus dem Gedächtnis heraus mit dieser Legende. Nichts wird je an diesen Tabak heranreichen, da bin ich sicher. Und genauso sicher bin, daß ich längst den Nachfolger gefunden habe, der für mich nicht nur Ersatz wie der (ähnliche) Pelican ist, sondern der auch in der gleichen Liga spielt. Ein weiterer Adept, wenn auch geschmacklos anders ausgelegt und nicht vergleichbar, ist der Squadron Leader. Die Dose öffnen, den Tabak auflockern, ihn riechen - ja, das ist eine Meistermischung.

Der Tabak besteht aus hellen und dunklen Virginias, die unterschiedlich breit geschnitten sind und eine geringe Süße ins Spiel bringen. Der Oriental, ein Mazedonier aus der Türkei, ist pfeffrig und doch sehr abgerundet. Er prägt den Tabak eindeutig. Zusammen mit einem schwarz-grünen Latakia, der den Rauchgeruch und -Geschmack einbringt, ist eine Mischung entstanden, wie sie typischer nicht sein kann. Die heutigen Dunhills des Typs English / Oriental reichen leider allesamt da nicht mehr heran.



Der Tabak ist relativ feucht, deshalb lasse ich ihn einen Tag offen stehen. Mit leichten Drehungen auf 2/3 des Füllvermögens einer Billiard gestopft, ist der Anbrand trotz des reichlichen Latakia -Anteils leicht zu bewerkstelligen. Zünden, drei bis vier Züge, ausgehen lassen, nachstopfen, erneut anzünden und er brennt herab ohne Unterbrechung bis zur reinweißen Asche. Dieser Engländer braucht keine Aufmerksamkeit, er bleibt kühl im Rauch. Er ist ein wundervoll leichter Blend, wenn man ihn mit den heutigen Dunhills oder dem Pelican vergleicht, hat wenig Nikotin und über die Raumnote ist nicht viel zu erwähnen. English bleibt eben English. Aber die Mischung ist so ausgewogen (trotz des in der Grundnote vorherrschenden Latakias), daß er durchaus zum Alltag-Tabak werden kann, ein echter Dauerbrenner.

Nachdem Kohlhase & Kopp die Distribution übernommen hat, sind SG Tabake im gutsortierten, deutschen Fachhandel erhältlich.

Text + Fotos | Bodo Falkenried
Seite zurück



 
Erweiterte Suche

Serienpfeifen
Handmades
Pflege, Reparatur

Reviews
Hersteller

Tabakbörse
Pfeifenbörse
Händler

Essen
Spirituosen, Wein, Bier
Kaffeewelt, Tee



Los Geschwindigkeit Langsam Stop