27.03.2011, 06:46 Uhr
Marlin Flake | ein alter Bekannter

Ein wenig still geworden ist es um den Marlin Flake von Charles Rattray, der bereits seit langem von K&K in Deutschland hergestellt wird. Dabei ist er einer der besten Virginia Flakes, mit Black Cavendish und einem guten Perique Anteil. Mittelkräftig im Geschmack mit hohem Nikotingehalt. Ein Mittel-Schwergewicht, der ein herrliches Brot /Pflaume Aroma und eine ganz feine Süße mit sich bringt. Neben dem Escudo / DDLNR und dem Orlik Golden Sliced einer meiner Backaspiranten, denen diese "Veredelung" am besten bekommt.

Von GL Pease, bei dem ich mir trotz aller Meriten als Blender nicht immer sicher bin, ob er weiß, was er manchmal so verbreitet, war von den "Karrikaturen" zu lesen, die Rattray Tabake heute darstellen würden, seit sie nicht mehr in Perth hergestellt werden. Ich bezweifele, daß er das objektiv beurteilen kann und vielleicht sollte er den Marlin Flake von Kohlhase & Kopp einmal unvoreingenommen probieren. Der zählt nämlich zu den besten seiner Art.



Aus Österreich erhielt ich vor 4 Jahren eine 100g Dose, die ich am 16.09.2007 ins Rohr geschoben und gestern geöffnet habe. Die flachen, langen Flakescheiben waren im Kreis "verlegt" und verströmten einen wundervollen cremigen, satten, naturreinen und erdigen Brotgeruch. Durch das Backen hat der Marlin Flake Spitzen verloren und verschafft einen durchgängig hervorragenden Tabakgenuß. Am besten befüllt man die Pfeife mit Knick/Falt, was ein deutlich kompakteres Gechmackserlebnis verschafft.





Ich weiß, daß einige Raucher die Vorteile von Knick/Falt bestreiten. Häufig sind es aber diejenigen, die mangels Fingerfertigkeit nicht in der Lage sind, die Methode anzuwenden oder aber schlichtweg Verweigerer, denen eh nicht mehr beizukommen ist. Da ich aber keinen missionarischen Eifer mehr habe, mögen sie bei dieser Auffassung bleiben. Wink



Der Tabak war nach 4 Jahren in perfekter Kondition. Als notorischer Langzeiteinlagerist verfüge ich über einiges an Erfahrung mit 20-30 Jahre gelagerten Tabaken und deshalb war das nicht erstaunlich für mich.

Einige Plättchen abgedreht, ein wenig verzwirbelt und ab in die Rauchkammer gefaltet. Anzünden, 2 bis 3 Züge, ausgehen lassen. leicht andrücken, erneut befeuern und dann zurücklehnen. Gleichmäßig glimmend schwängert der Marlin Flake den Raum, ein kräftiger und zugleich milder Geschmack, vom Anfang bis zum Ende. Ein feinster Ascherest erinnert an den Genuß.



Nah einer längeren Pause, in der ich den Marlin fast vergessen hatte, bescherte er ein tolles A-ha-Erlebnis und ich dachte mir, vielleicht ruft das bei Virgina Flake Liebhabern einige Erinnerungen auf, sofern sie ihn nicht ohnehin ständig auf dem Schirm haben. Was bei mir die letzten 2-3 Jahre nicht der Fall gewesen ist.

Der Marlin Flake ist auch in Österreich erhältlich.

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