12.10.2015, 17:44 Uhr
VAUEN | Spin - Pfeife mit deutscher Ingenieurskunst


Wäre ich im vergangenen Monat auf die Spin von Vauen gestoßen, so wäre das mit der deutschen Ingenieurskunst doch noch ein wenig überzeugender anzuführen gewesen. Aber seit "der mißgünstige Amerikaner" unsere armen Volkswagen angreift, die wie die Simpel und sicherlich wie Unschuldslämmer durch die böse, kapitalistische amerikanische Wildnis getrieben werden, Rolling Eyes ist das nicht mehr ganz so einfach.

Vauen, die einzige industrielle deutsche Pfeifenmanufaktur von internationaler Bedeutung - 1901 gegründet und aus drei bereits seit 1848 bestehenden Pfeifenherstellern hervorgegangen - hat sich immer wieder durch außergewöhnliche Formen- und Funktionsideen, aber auch durch interessante Marketingaktivitäten einen treuen Liebhaberstamm erarbeitet.

Das der weltweit meistverkaufte Pfeifenfilter - Dr. Perl - ebenfalls von Vauen stammt, unterstreicht eine weitsichtige Unternehmenspolitik. Es sei erlaubt, hier respektvoll von einer "Cash Cow" zu sprechen, wobei wir schon wieder bei den - diesmal ökonomischen - Amerikanern angelangt sind.

Mit einem weißen Punkt zeichnet Vauen

Vereingte Pfeifenwerkstätten Nürnberg = V(au) en (N)

seine Modelle von erlesener Qualität bereits seit 1911 aus, immerhin vier Jahre bevor es der bekannte Mitbewerber getan hat. Allerdings einigte man sich mit diesem darauf, im Exportgeschäft einen grauen Punkt zu verwenden.

Highlight der Herbst / Winter 2015 Kollektion ist neben den Modellreihen Cup, Konsul, Mirage, Riva, Francesco und Olaf die Spin, die Pfeife mit dem besonderen Dreh.



Geschaffen durch Markus Bischof, ein renommierter Möbel- und Produktdesigner, wartet die Spin mit einem eingearbeiteten Ringmagneten auf, durch den der Pfeifenkopf so gedreht werden kann, daß er in gerader Linie zum Holm liegt. Das läßt dann zwar ein Rauchen nicht mehr zu - es sei denn im Liegen -, sieht aber erstens interessant aus (wie eine Zigarre) und hat Vorteile beim Mitnehmen der Pfeife.


Die Spin in "Zigarrenstellung" - ein feines Döschen mit Dr.Perl Filtern gehört nebst Schmuckverpackung zum Lieferumfang

Zwei starke Ringmagnete - im Holm und im abnehmbaren Kopf




Die Spin gibt es in 6 verschiedenen Öberflächen-Ausführungen, darunter
  • glatt (braun und schwarz)
  • teilsandgestrahlt
  • sandgestrahlt und mit
  • farbigem Kopf.

Alle Modelle kosten 199€ und sind im gut sortierten Fachhandel, darunter hier zu erhalten. Sie gehören zum Qualitätssegment "Weißpunkt" des Herstellers.

Für Sammler sicherlich ein interessantes Objekt.


Text + Fotos: Bodo Falkenried
Kamera: Sony Alpha 6000 mit Zeiss Sonnar® T* FE 35 mm F2,8 ZA


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